Eyleen Heuwinkel tat sich mit der Standausrichtung schwer, sicherte sich im Anschluss aber mit einer 100er-Serie die fast schon obligatorische Flasche Sekt.
Lesum 21.01.2026. Die Sportschützen Bremen haben ihren Titelgewinn in der Luftgewehr (LG)-Freihand-Landesverbandsoberliga des Nordwestdeutschen Schützenbundes perfekt gemacht. Dank des 4:1-Erfolgs über den gastgebenden SV Rhadereistedt blieben die Lesumer erstmals in ihrer Vereinsgeschichte auch im siebten Wettkampf ungeschlagen und qualifizierten sich somit für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga Nord, die am 22. Februar in Hannover stattfinden wird.
Der Spitzenreiter musste auf seine etatmäßige Nummer drei, Kevin Standhartinger, verzichten, der am Wettkampftag seinen Geburtstag feierte. Für ihn sprang Ruben Lietzau ein, der als Nummer fünf mit nur 357 Ringen klar sein Einzelduell verlor. Dank dieses einen Zählers wehrte Rhadereistedt den direkten Abstieg ab und darf nun in einer Relegation um den Verbleib in der Klasse kämpfen. Der SV Rhadereistedt lag zwar in der Endabrechnung auch nach den Einzelpunkten gleichauf mit dem Schlusslicht SV Neuenlandermoor, hatte aber das direkte Aufeinandertreffen mit 4:1 zu seinen Gunsten entschieden.
Lesums Spitzenschütze Matias Ligaard musste sich mit 393 Ringen begnügen, hatte damit aber dennoch klar die Nase vorn. "Matias hatte mit der Ausrichtung seines Standes zu kämpfen und war mit seinem Ergebnis am Ende nicht zufrieden", informierte sein Teamkollege Jens Hinrichs. Auch wenn mit dem Start des Dänen der Niederländer Dean Uljee als zweiter Ausländer nicht mehr zum Einsatz kommen konnte, hatte Uljee es sich nicht nehmen lassen, seinen Mannschaftskameraden als Überraschungsgast vor Ort die Daumen zu drücken. Uljee hatte am Tag zuvor an einem Wettkampf an der deutsch-niederländischen Grenze in Emmen teilgenommen. "Über seinen Besuch haben wir uns sehr gefreut", betonte Hinrichs.
Er selbst verpasste mit seinen 99 Ringen in der ersten Serie nur knapp das Optimum. "Das war trotzdem mega gut", urteilte Jens Hinrichs. Auch mit seinem Endergebnis von 392 Ringen konnte dieser gut leben. Lesums Eyleen Heuwinkel tat sich am Anfang genau wie Ligaard mit der Standausrichtung schwer, sicherte sich im Anschluss aber mit einer 100er-Serie die fast schon obligatorische Flasche Sekt. Ihre insgesamt 395 Ringe waren ebenfalls stark.
Guido Flierbaum machte es da bei seinem knappen Sieg über Rhadereistedts Tobias Otterstedt schon wesentlich spannender. Die zuletzt im Training noch erreichten 392 Ringe verpasste Flierbaum mit 380 Ringen klar. "Aber für die besonderen Umstände im Wettkampf war es dennoch okay. Im Training ist es relativ leicht ohne direkten Gegner. Im Wettkampf kommen dann doch noch ein paar andere Faktoren dazu", gab Hinrichs zu bedenken.
Im Aufstiegswettkampf wird es in zwei Runden nur noch auf die Anzahl der Gesamtringe ankommen. Matias Ligaard und Dean Uljee wollen dann jeweils einen Wettkampf bestreiten. Auch Kevin Standhartinger wird in der niedersächsischen Landeshauptstadt ins Team zurückkehren.
INFO
SV Rhadereistedt – Sportschützen Bremen 1:4: Lena Katharina Schmidt – Matias Ligaard 377:393; Wiebke Junge – Eyleen Heuwinkel 385:395; Annika Hauschild – Jens Hinrichs 374:392; Tobias Otterstedt – Guido Flierbaum 378:380; Sina Viebrock – Ruben Lietzau 378:357SV Bramstedt II – SV Etzhorn 3:2, SV Hahn – SV Neuenlandermoor 4:1, SV Wiefelstede – SV Aurich Oldendorf 3:2Endtabelle: 1. Sportschützen Bremen 26:9 Einzelpunkte/14:0 Mannschaftspunkte; 2. SV Bramstedt II 22:13/12:2; 3. SV Hahn 23:12/8:6; 4. SV Wiefelstede 16:19/8:6; 5. SV Etzhorn 20:15/6:8; 6. SV Aurich Oldendorf 11:24/4:10; 7. SV Rhadereistedt 11:24/2:12; 8. SV Neuenlandermoor 11:24/2:12
Der Niederländer Dean Uljee will mit den Sportschützen Bremen den Aufstieg in die 2. Luftgewehr-Freihand-Bundesliga in Angriff nehmen.
Lesum 17.01.2026. Mit Dean Uljee haben die Sportschützen Bremen einen Aktiven in ihren Reihen, der normalerweise zu gut für die Luftgewehr (LG)-Freihand-Landesverbandsoberliga ist. So erreichte der Niederländer am zweiten Wettkampftag im Duell mit seiner Landsfrau Isabell de Vries vom SV Wiefelstede die optimalen 400 Ringe. Damit könnte der 22-Jährige auch locker in der 1. Bundesliga mithalten. Mit den Sportschützen Bremen peilt er den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord an.
"Man braucht auch immer etwas Glück für ein solches Ergebnis", gibt sich Dean Uljee bescheiden. Die Grenze zwischen einer sehr guten Neun und einer knappen Zehn sei eben schmal. Im Schnitt schießt der Youngster 398 Ringe. Nachdem ihm die vollen 400 Ringe schon einmal zuvor im Training gelungen waren, feierte er damit nun auch bei einem offiziellen Wettkampf sein Debüt. "Das war schon ein ganz besonderes Ereignis für mich", räumt der Sportschütze ein. Schließlich sei es schon ein Unterschied, ob er sich im Training oder eben in einem Wettbewerb befindet. Von den Trainingsergebnissen her müsste dieser auch längst ein festes Mitglied der niederländischen Nationalmannschaft sein. "Im Wettbewerb bin ich aber oft noch ein bisschen zu nervös", gibt Dean Uljee zu. Deshalb befindet sich der Niederländer auch noch in einer Vorstufe zur Nationalmannschaft. "Mein Ziel ist es aber auf jeden Fall, ein festes Mitglied dort zu werden", versichert der Wirtschaftsstudent. Bereits regelmäßig trainiert Dean Uljee mit dem niederländischen Boandscoach Rolf van der Velde. Da sich van der Velde nicht nur mit dem technischen Teil des Schießsports auskennt, sondern auch gleichzeitig Mentaltrainer ist, erhofft sich Uljee auch noch eine Stabilisierung des Nervenkostüms. "Meine Trainingsergebnisse sind auf jeden Fall fast perfekt", versichert der Aktive.
Im Alter von acht Jahren wollte Dean Uljee seinen Vater Jan Uljee auf dem Dachboden besuchen. "Ich sollte aber nicht zu ihm hochkommen, da er gerade seine Sportwaffe reinigte", erinnert sich der Sportler zurück. Die Neugier war damit aber geweckt. Sein Vater nahm ihn darauf mal mit zum Schießstand seines Heimatortes Leiderdorp bei Leiden. "Ich habe sofort gemerkt, dass das Schießen etwas für mich ist, auch wenn ich mich nicht für ein Naturtalent halte." Bei seinen ersten nationalen Meisterschaften in der LG-Auflage belegte er auf Anhieb den zweiten oder dritten Platz in seiner Altersklasse. "Ich erinnere mich nicht mehr genau daran, ob es Silber oder Bronze war. Dennoch war ich enttäuscht, weil ich unbedingt Erster werden wollte", so Uljee. Den Ehrgeiz von damals hat sich der Niederländer bis heute erhalten. Deshalb möchte er sich auch unbedingt für die Europameisterschaften und für die Olympischen Spiele in Los Angeles im Jahre 2028 qualifizieren. "Das ist der Traum, den ich seit meiner Kindheit habe", verrät der leidenschaftliche Fan von Ajax Amsterdam, der früher auch selbst Fußball spielte.
Vier Jahre nach seinem Debüt bei den Niederländischen Meisterschaften im LG-Auflage-Wettbewerb wechselte er zur LG-Freihand und wurde hier auch Mitglied im Landeskader seines Distrikts. Weil sich dann aber kein Niederländer für die Olympischen Spiele in Tokio im Jahre 2021 zu qualifizieren vermochte, wurden Fördergelder gestrichen. "Als ich 17 Jahre alt war, stand meine Karriere deshalb auf der Kippe", teilt der 22-Jährige mit. Dennoch ging es für ihn weiter. Den Kontakt zu den Sportschützen Bremen stellte der frühere Lesumer Jelle Wind her. "Jelle hat mich gefragt, ob ich für die Sportschützen starten möchte", informiert der Student. Die Anfrage sei genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen, da er sich ohnehin auf der Suche nach einem Verein in Deutschland befunden habe. "Es sollte auch ein Verein in Norddeutschland sein. Da wir nun auch immer wieder Wettbewerbe im Oldenburger Raum haben, ist die Anreise nicht zu lang für mich", sagt Dean Uljee. Er schätze es auch sehr, dass er in der Liga auf seine Landsleute treffe. Erleichtert habe ihm die Entscheidung für die Sportschützen Bremen auch, dass seine Tante Elly Keasberry in der Nähe von Papenburg wohnt. "Bei ihr kann ich bei Wettkämpfen auch übernachten", lässt der 22-Jährige wissen. Von den Sportschützen sei er hervorragend aufgenommen worden: "Wir sind auch eine tolle Gemeinschaft."
Dean Uljee erinnert sich noch genau an seinen ersten Wettkampf für die Sportschützen in Vechta im vergangenen Jahr zurück. "Ich war extrem nervös und habe dann auch nur 394 Ringe erzielt", sagt Uljee. Dennoch langte es zum Einzelsieg für ihn. Im zweiten Duell des Wettkampftages kam dann sein dänischer Teamkollege Matias Ligaard für ihn zum Zuge. "Auch wenn immer nur jeweils einer von uns für die Sportschützen antreten darf, verstehen wir uns sehr gut. Bei internationalen Wettkämpfen wie dem im dänischen Aarhus unterhalten wir uns auch immer über Bremen und die Sportschützen", betont Dean Uljee. Da Ligaard noch bei den Junioren startet und Uljee schon bei den Senioren, gehen sie sich noch bei Wettbewerben aus dem Wege. "Aber auch wenn wir in einem oder zwei Jahren direkte Konkurrenten sein werden, wird sich an unserer Freundschaft nichts ändern", versichert Uljee. Die Ablehnung eines Widersachers sei auch nicht förderlich für die Leistung. Und noch eines vermittelt Boandscoach Rolf van der Velde seinen Schützlingen: "Wenn man im Sport etwas zu sehr will, wird man scheitern. Es kommt daher vielmehr auf die richtige Balance zwischen Lockerheit und Ehrgeiz an", erklärt der Leiderdorper.
Jens Hinrichs und die Sportschützen Bremen dürften sich die Teilnahme an der Aufstiegsrunde jetzt nicht mehr nehmen lassen.
Lesum 09.12.2025. Die Sportschützen Bremen haben den Aufstieg in der Luftgewehr-Freihand-Landesverbandsoberliga des Nordwestdeutschen Schützenbundes unverändert im Visier. Der Spitzenreiter verteidigte mit einem 5:0-Sieg über den SV Aurich Oldendorf und einem 3:2-Erfolg über den gastgebenden SV Hahn am dritten Wettkampftag seinen ersten Rang und benötigt somit im Januar nur noch einen Triumph über den Vorletzten SV Rhadereistedt, um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde endgültig perfekt zu machen.
Sportschützen Bremen – SV Aurich Oldendorf 5:0: Der Däne Matias Ligaard lief planmäßig anstelle von Dean Uljee auf, erreichte aber nicht ganz das Niveau des Niederländers. "Matias hatte sich 400 Ringe zum Ziel gesetzt", informierte Lesums Jens Hinrichs. Aber auch wenn der Däne mit seinen 392 Ringen davon ein ganzes Stück entfernt war, holte er souverän seinen Einzelpunkt. Dies galt auch wieder für Eyleen Heuwinkel, die ebenfalls 392 Ringe erzielte. "Ich selbst hatte ganz schön zu kämpfen", räumte Jens Hinrichs ein. Mit seinen 386 Ringen war er seiner Kontrahentin Andrea Heitmann-Campen aber haushoch überlegen. "Angesichts meines Trainingsaufwandes und meiner Leistungen im Training hatte ich mir aber ein besseres Resultat erhofft", so Hinrichs.
Ohne Training lief Lesums Kevin Standhartinger wieder einmal wie ein Uhrwerk und brachte den Sieg mit ebenfalls 386 Ringen endgültig unter Dach und Fach. "Kevin war auch mit seiner Vorstellung einverstanden", betonte Jens Hinrichs. Standhartinger liefert bereits seit einigen Jahren konstant Resultate von Mitte 380 Ringen ab. Guido Flierbaum fühlt sich in seiner neuen Rolle als Nummer fünf der Sportschützen recht wohl. "Guido hat aber ein kleines bisschen Vorlauf benötigt", kommentierte Hinrichs die 380 Ringe seines Teamkollegen. Damit übertraf er das Ergebnis seines Kontrahenten Leon Bruns jedoch locker um zehn Ringe.
SV Hahn – Sportschützen Bremen 2:3: "Der SV Hahn war der erwartet schwere Gegner und hat uns alles abverlangt", betonte Jens Hinrichs. Sein abwesender Mannschaftskamerad Dean Uljee habe zwischendurch schon immer ganz nervös aus der Ferne um eine Berichterstattung gebeten. "Ich habe Matias Ligaard daran erinnert, dass er sich 400 Ringe vorgenommen hatte. Daraufhin wollte er mich aber in die Pflicht nehmen, es ihm gleichzutun", ließ Hinrichs wissen. Bei beiden klappte es aber nicht wirklich. Ligaard verbesserte sich allerdings immerhin um einen Ring und hielt somit Pia Goldmeyer um drei Ringe auf Distanz. Auch Eyleen Heuwinkel packte noch einen Ring drauf und ging somit als Siegerin im Duell mit Alexander Bederke vom Stand.
Jens Hinrichs bekam es an Position drei mit Julia Haß zu tun. "Das war eine sehr spannende Angelegenheit", so Hinrichs, der mit 95 Ringen nur mäßig startete. "Ich habe mich dann aber noch mal neu ausgerichtet und das Gewehr eingestellt", berichtete der 40-Jährige, der sich auf 98 Ringe steigerte. In der dritten Serie fiel er deutlich ab (93). "Diese Serie hat mich am Ende auch den Einzelsieg gekostet", erklärte Hinrichs, der abschließend wieder 98 Ringe erzielte. Julia Haß bekam er mit seinen 384 Ringen nicht mehr ganz ein.
Bei Kevin Standhartinger tickte die Uhr mal ausnahmsweise nicht ganz richtig. Mit seinen schwachen 377 Ringen konnte er seinem Widersacher Ralf Lehmann nicht das Wasser reichen. Dafür holte Guido Flierbaum die Kohlen aus dem Feuer. Mit einer Steigerung um gleich acht Ringe gegenüber dem ersten Duell machte er den Gesamtsieg im Aufeinandertreffen mit Björn Lünemann perfekt.
"Wir schielen jetzt Richtung Aufstieg und gehen auch als Favorit ins Duell mit dem SV Rhadereistedt, der von den Einzelschützen her nicht so stark besetzt ist", erklärte Jens Hinrichs zu bedenken. Im Falle des Staffelsieges müssten sich die Sportschützen mit den Siegern der anderen Landesverbände aus dem Norden der Republik um den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord streiten.
INFO
Ergebnisse 3. Wettkampftag: SV Wiefelstede – SV Rhadereistedt 3:2; SV Neuenlandermoor – SV Bramstedt II 2:3; SV Rhadereistedt – SV Neuenlandermoor 4:1; SV Wiefelstede – SV Bramstedt II 1:4; SV Hahn – SV Etzhorn 2:3; SV Etzhorn – SV Aurich Oldendorf 4:1
Sportschützen Bremen – SV Aurich Oldendorf 5:0: Matias Ligaard – Maren Oldenettel 392:386; Eyleen Heuwinkel – Ilona Peters 392:384; Jens Hinrichs – Andrea Heitmann-Campen 386:373; Kevin Standhartinger – Alexis Amels 386:371; Guido Flierbaum – Leon Bruns 380:370SV Hahn – Sportschützen Bremen 2:3: Pia Goldmeyer – Matias Ligaard 390:393; Alexander Bederke – Eyleen Heuwinkel 389:394; Julia Haß – Jens Hinrichs 386:384; Ralf Lehmann – Kevin Standhartinger 387:377; Björn Lünemann – Guido Flierbaum 385:388Tabelle: 1. Sportschützen Bremen 22:8 Einzelpunkte/12:0 Mannschaftspunkte; 2. SV Bramstedt II 19:11/10:2; 3. SV Hahn 19:11/6:6; 4. SV Etzhorn 18:12/6:6; 5. SV Wiefelstede 13:17/6:6; 6. SV Aurich Oldendorf 9:21/4:8; 7. SV Rhadereistedt 10:20/2:10; 8. SV Neuenlandermoor 10:20/2:10
Dean Uljee ließ beim Heimkampf der Sportschützen Bremen mit den maximal möglichen 400 Ringen gegen Wiefelstede aufhorchen.
Lesum 05.11.2025. Die Sportschützen Bremen haben sich eine glänzende Ausgangsposition im Kampf um den Titelgewinn in der Luftgewehr-Freihand-Landesverbandsoberliga des Nordwestdeutschen Schützenbundes geschaffen. Die Lesumer besiegten auf der Anlage des Vegesacker SV den SV Wiefelstede mit 4:1 und den SV Etzhorn mit 3:2. Damit übernahmen die Gastgeber als einziges noch ungeschlagenes Team die Spitzenposition.
Sportschützen Bremen – SV Wiefelstede 4:1: Das Heimteam setzte doch noch einmal auf Dean Uljee als Nummer eins. Der Däne Matias Ligaard wird erst am nächsten Wettkampftag zum Einsatz kommen. Der Niederländer Uljee brachte das Kunststück fertig, mit 40 Zehnen das optimale Ergebnis zu erzielen. Angesichts dieses Resultats war auch seine Landsfrau Isabell de Vries trotz starker 391 Ringe völlig chancenlos. „Isabell hat sich sehr für ihren Landsmann gefreut“, versicherte Sportschütze Jens Hinrichs. 400 Ringe hat außer Dean Uljee niemand in dieser Saison erzielt. In der vergangenen Serie war dies noch Matias Ligaard gelungen, davor dem Ex-Lesumer Nicklas Kildehoj.
Eyleen Heuwinkel ließ es sich trotz eines grippalen Infekts nicht nehmen, bereits einen Tag vorher aus Lübeck zum Training anzureisen. Heuwinkel absolviert Rundenwettkämpfe für den SSV Kassau und brachte in diesem Rahmen kürzlich 400 Ringe zustande. Nun konnte sie aber auch bestens mit 394 Ringen und ihrem Einzelsieg leben. „Meine 385 Ringe waren okay“, fand Jens Hinrichs. In der zweiten Serie unterlief ihm jedoch eine Sieben. „Ich bin zu früh an den Abzug gekommen und habe dadurch ein paar Ringe verloren“, stellte der 39-Jährige fest.
Sein Teamkollege Kevin Standhartinger machte den vierten Einzelsieg für die Gastgeber perfekt. Für den verhinderten Guido Flierbaum sprang Ruben Lietzau ein. „Ruben hat es für seine Verhältnisse ganz gut gemacht, weil er generell bei Wettkämpfen immer sehr nervös ist“, erklärte Hinrichs. Lietzaus fast schon erwartete Einzelniederlage fiel nicht mehr weiter ins Gewicht.
Sportschützen Bremen – SV Etzhorn 3:2: „Dean Uljee hätte seine 400 Ringe aus dem ersten Duell gerne wiederholt“, sagte Jens Hinrichs. Mit dem Trost, dass ein Pferd nur so hoch springe, wie es eben müsse, habe der Niederländer nichts anfangen können oder wollen. Zum Einzelsieg reichte es aber auch so locker (398). Eyleen Heuwinkel trotzte der gesundheitlichen Beeinträchtigung und packte sogar noch einmal zwei Ringe drauf an zweiter Position. Damit fehlte nur noch ein Einzelerfolg zum Gesamtsieg. Diesen ergatterte Jens Hinrichs mit einem Zittersieg. „Ich habe mit Serien von 96 und 97 Ringen ganz gut angefangen. Mein Kopf hat aber etwas anderes gedacht“, so Hinrichs. In der abschließenden Serie seien die Zehner dann nicht mehr wie gewünscht gefallen. „Dann habe ich mir auch schon wieder eine Sieben geleistet“, informierte der frisch gebackene Vater. Auf der anderen Seite baute seine Gegnerin Anthea Krug mit einer furiosen Aufholjagd ordentlich Druck auf den Gastgeber auf. Sie verbuchte neun Zehnen bei den ersten neun Schuss in der letzten Serie. Weil sie jedoch zum Abschluss nicht über eine Acht hinauskam, wusste Jens Hinrichs, dass ihm eine Zehn im letzten Schuss zum Sieg reichen würde.
„Das habe ich dann auch mit einer 10,5 hinbekommen und so ein mögliches Stechen vermieden“, atmete Hinrichs auf. Kevin Standhartinger enttäuschte mit seinen 383 Ringen zwar nicht, konnte gegen den bärenstarken Jakob Freese aber nichts ausrichten. „Kevin räumte hinterher selbst ein, bei diesem Niveau nicht mithalten zu können“, sagte Jens Hinrichs. Ruben Lietzau kam mit seinen 344 Ringen nicht mehr an das Ergebnis aus dem ersten Wettkampf heran. „Ich hätte vorher nicht gedacht, dass wir nach zwei Wettkampftagen die Tabelle anführen würden“, betonte Jens Hinrichs. So mischen die Nordbremer kräftig im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord mit.
Sportschützen Bremen – SV Wiefelstede 4:1: Dean Uljee – Isabell de Vries 400:391; Eyleen Heuwinkel – Jan Wemken 394:378; Jens Hinrichs – Selina Venekamp 385:378; Kevin Standhartinger – Julius Popken 386:381; Ruben Lietzau – Mattis Popken 361:378
Sportschützen Bremen – SV Etzhorn 3:2: Dean Uljee – Kathrin Deeken 398:380; Eyleen Heuwinkel – Stefan van de Belt 396:388; Jens Hinrichs – Anthea Krug 379:378; Kevin Standhartinger – Jakob Freese 383:392; Ruben Lietzau – Udo Sallmann 344:372
Weitere Ergebnisse: SV Etzhorn – SV Neuenlandermoor 2:3, SV Neuenlandermoor – SV Wiefelstede 1:4, SV Aurich Oldendorf – SV Rhadereistedt 3:2, SV Bramstedt II – SV Hahn 3:2, SV Rhadereistedt – SV Bramstedt II 2:3, SV Aurich Oldendorf – SV Hahn 1:4
Tabelle: 1. Sportschützen Bremen 14:6 Einzelpunkte; 8:0 Mannschaftspunkte; 2. SV Hahn 15:5/6:2; 3. SV Bramstedt II 12:8/6:2; 4. SV Wiefelstede 9:11/4:4; 5. SV Aurich Oldendorf 8:12/4:4; 6. SV Etzhorn 11:9/2:6; 7. SV Neuenlandermoor 7:13/2:6; 8. SV Rhadereistedt 4:16/0: 8
Eyleen Heuwinkel steuerte zwei Punkte zu den beiden Siegen der Sportschützen Bremen in der Luftgewehr-Landesverbandsoberliga bei.
Lesum 16.10.2025. Einen perfekten Start in die neue Saison der Luftgewehr-Freihand-Landesverbandsoberliga haben die Sportschützen Bremen hingelegt. Die Lesumer besiegten den SV Neuenlandermoor, Aufsteiger aus der Landesverbandsliga und Gastgeber am ersten Wettkampftag, mit 4:1 und den Titelanwärter SV Bramstedt II etwas überraschend mit 3:2. Nur der SV Hahn hielt sich beim Saisonauftakt ebenfalls schadlos.
SV Neuenlandermoor – Sportschützen Bremen 1:4: Aufgrund ihrer tollen Leistungen aus der vergangenen Saison war Eyleen Heuwinkel beim Gast an Nummer eins gesetzt. Und sie unterstrich ihre Form der vergangenen Serie mit bärenstarken 395 Ringen. Sogar noch einen Ring mehr erzielte der niederländische Sportschütze Dean Uljee bei seinem Einzelsieg. „Dean war damit aber noch nicht ganz zufrieden. Er hat einfach etwas höhere Ansprüche“, erklärte Lesums Teammitglied Jens Hinrichs. Die Mannschaft habe sich im Hinblick auf den ersten Wettkampftag für einen Einsatz des Niederländers und somit gegen den des Dänen Matias Ligaard entschieden. Es darf immer nur ein ausländischer Schütze für eine Mannschaft antreten. Matias Ligaard soll dann beim Heimwettkampf in Vegesack am ersten November-Wochenende sein Saisondebüt feiern.
Lesums Guido Flierbaum war bei seiner Niederlage der Trainingsrückstand anzumerken. Deshalb kam er auch nicht über 379 Ringe hinaus. Dafür glänzte Jens Hinrichs mit 388 Ringen. „Mich ärgern aber trotzdem die beiden Achten, die ich mir geleistet habe“, ließ der 39-Jährige wissen. Den vierten Einzelzähler ergatterte Kevin Standhartinger. Er hatte vorher gar nicht trainiert. „Deswegen war er auch sehr überrascht über seine beiden 98er Serien zum Auftakt“, sagte Hinrichs. Aber auch wenn Standhartinger dieses Niveau nicht ganz hielt, sprangen am Ende noch hervorragende 386 Ringe für ihn heraus.
SV Bramstedt II – Sportschützen Bremen 2:3: Eyleen Heuwinkel sackte auf nur noch 384 Ringe im Vergleich zum ersten Duell ab. „Aber zum Glück schwächelte auch ihr Gegner Jonas Cohrs“, sagte Jens Hinrichs. Letztendlich musste ein Stechen den Gleichstand brechen. Hier brachten beide zunächst eine Zehn an. Während Heuwinkel ihre Zehn wiederholte, musste sich Cohrs mit einer Neun begnügen und zog deshalb um Haaresbreite den Kürzeren. Dean Uljee schraubte sein erstes Ergebnis sogar noch auf sagenhafte 398 Ringe in die Höhe. „Damit war dann auch Dean einverstanden“, versicherte Hinrichs. Guido Flierbaum fühlte sich nicht gut und hätte gerne im zweiten Match Platz für einen Ersatzmann gemacht, doch der war nicht vorhanden. Mit seinen 376 Ringen hatte Flierbaum keine Chance gegen den souveränen Volker Vogelsang. Mit seinen Resultaten rutschte Guido Flierbaum auf Position fünf in der Setzliste ab. „Vielleicht tut Guido dies ganz gut am nächsten Wettkampftag“, hofft der frisch gebackene Vater Jens Hinrichs. Er selbst bestätigte mit seinen 387 Ringen in etwa die erste Darbietung. „Ich war wieder zufrieden. Am Ende wollten die Zehner zwar nicht mehr ganz so fallen. Dennoch habe ich einen Vorsprung von zwei Ringen über die Bühne gebracht“, sagte Hinrichs.
Lange Zeit habe es aber nicht nach einem Teamsieg ausgesehen. „Wir können auch froh sein, dass die Bramstedter insgesamt 14 Ringe weniger als bei ihrem Sieg über den SV Aurich Oldendorf markiert haben“, so Jens Hinrichs. Die Einzelschlappe von Kevin Standhartinger fiel schließlich nicht mehr weiter ins Gewicht. Dieser kam mit seinen 381 Ringen nicht mehr ganz an sein erstes Ergebnis heran. „Wir wollen in erster Linie mal diese Liga genießen. Aber wenn es das Potenzial nach oben geben sollte, dann möchten wir es auch gerne nutzen“, blickte Jens Hinrichs hinsichtlich der Zweitliga-Ambitionen voraus.
SV Neuenlandermoor – Sportschützen Bremen 1:4: Natalie Holst – Eyleen Heuwinkel 384:395; Marcel Handrick – Dean Uljee 385:396; Sabrina Warnke – Guido Flierbaum 382:379; Sabrina Seebeck – Jens Hinrichs 379:388; Sarah Gerhard – Kevin Standhartinger 378:386
SV Bramstedt II – Sportschützen Bremen 2:3: Jonas Cohrs – Eyleen Heuwinkel 384:384/19:20; Lisa Nell Pohler – Dean Uljee 381:398; Volker Vogelsang – Guido Flierbaum 387:376; Rick Buchholz – Jens Hinrichs 385:387; Zoe Cordes – Kevin Standhartinger 384:381
Weitere Ergebnisse: SV Aurich Oldendorf – SV Bramstedt II 1:4, SV Neuenlandermoor – SV Aurich Oldendorf 2:3, SV Etzhorn – SV Wiefelstede 2:3, SV Rhadereistedt – SV Hahn 0:5, SV Wiefelstede – SV Hahn 1:4, SV Etzhorn – SV Rhadereistedt 5:0
Tabelle: 1. SV Hahn 4:0 Mannschaftspunkte/ 9:1 Einzelpunkte; 2. Sportschützen Bremen 4:0/7:3; 3. SV Etzhorn 2:2/7:3; 4. SV Bramstedt II 2:2/6:4; 5. SV Wiefelstede 2:2/4:6; 6. SV Aurich Oldendorf 2:2/4:6; 7. SV Neuenlandermoor 0:4/3:7; 8. SV Rhadereistedt 0:4/0:10
Bremen-Nord/Schwanewede 03.05.2025. Gleich zwei Silbermedaillen haben die Aktiven der Sportschützen Bremen bei den Landesverbandsmeisterschaften des Nordwestdeutschen Schützenbundes in Bassum ergattert. Im Luftgewehr (LG)-Freihand-Wettbewerb der Herren I führte Marvin Giegling das Feld nach der Qualifikation für das Finale sogar noch mit 415 Ringen an.
In der Finalrunde der besten acht Schützen fiel Marvin Giegling mit 245,9 Ringen aber noch um einen Zehntelring hinter den zuvor nur sechstplatzierten Marcel Handrick vom SV Neuenlandermoor zurück. Dabei war Giegling mit einem scheinbar komfortablen Vorsprung von 0,8 Ringen in die beiden letzten Schuss gegangen. Doch hier brachte sich der Lesumer mit 9,9 Ringen, dem schwächsten Finalschuss und seiner einzigen Nicht-Zehn noch um den Lohn seiner Arbeit.
Silas Stanitzek vom SV Schwanewede verzeichnete mit 352,3 Ringen Platz 82. Jens Hinrichs verpasste mit 400,5 Ringen als Zwölfter die Finalrunde. „Ich lag damit um acht bis zehn Ringe unter meinen Erwartungen“, sagte er. Im Gegensatz zu seinen beiden Mannschaftskameraden Guido Flierbaum und Marvin Giegling, die sich mit ziemlicher Gewissheit für die deutschen Meisterschaften qualifiziert haben dürften, muss der 39-Jährige nun noch um das DM-Ticket bangen. „Vielleicht bekomme ich dieses aber auch über die Mannschaft“, so Hinrichs.
An der Seite von Marvin Giegling und Guido Flierbaum erreichte Hinrichs die Bronzemedaille in der Mannschaftswertung der Herren I und II beim Triumph des SV Bramstedt. Guido Flierbaum musste sich im Einzel der Herren II mit 404,9 Ringen nur Volker Vogelsang vom SV Bramstedt um 9,6 Ringe geschlagen geben. „Damit war Guido zufrieden“, versicherte Jens Hinrichs.
Dies habe auch für den Auftritt des 41-Jährigen im LG-Mixed-Team-Wettbewerb gegolten. Hier erreichte Flierbaum an der Seite von Eyleen Heuwinkel mit zusammen 816,3 Ringen als Fünfter die Endrunde, an der die beiden aber nicht teilnahmen. „Während Eyleen nach Schweden reiste, musste Guido seine Spätschicht antreten“, informierte Hinrichs.
Im Luftpistolen (LP)-Freihand-Mehrkampf belegte Georg Veltl vom Vegesacker SV mit 338 Ringen Rang 16 bei den Herren I. Hier siegte der für den SV Bassum startende Nordbremer Denis Rother mit 366 Ringen. Im LP-Freihand-Standard-Wettbewerb nahm Georg Veltl mit 340 Ringen sogar Platz elf ein. Im LP-Freihand-Wettbewerb der Herren I fand sich Jan-Uwe Freyer von der Farger Schützengesellschaft mit 284 Ringen auf Position 69 wieder.
Tobias Köpke vom SV Schwanewede verzeichnete bei seinem Debüt im Land mit ordentlichen 358 Ringen immerhin Platz zwölf bei den Herren II. Beim Sieg von Michael Broers vom SV Schirumer Leegmoor mit 376 Ringen verfehlte Köpke die Top Ten nur um einen Ring. Im Klassement der Herren IV gelang Georg Veltl der ersehnte Platz unter den besten zehn Aktiven. Mit 349 Ringen verfehlte dieser als Achter auch nur um sechs Ringe das Siegertreppchen. Hier gewann Uwe Habighorst vom SV Haendorf mit 360 Ringen.
Matias Ligaard von den Sportschützen Bremen startete bei der Junioren-EM.
Lesum 14.03.2025. Matias Ligaard von den Sportschützen Bremen hat in der gerade abgelaufenen Saison der Luftgewehr (LG)-Freihand-Landesverbandsoberliga etwas geschafft, was vor ihm noch nie jemanden in dieser Liga gelungen war: Mit 400 Ringen erzielte er am letzten Wettkampftag das Optimum. 40 Zehnen bei 40 Schuss waren bis dahin kaum für möglich gehalten worden. Das Ergebnis erstaunt umso mehr, da Ligaard angeschlagen in den Wettkampf gegangen war.
„Ich habe mich schon über mein Ergebnis gefreut. Aber ich bin hinterher auch nicht gerade ausgeflippt. Schließlich bin ich insgesamt nicht so der emotionale Typ“, kommentiert der 19-Jährige seine Vorstellung. Kurz nach diesem Wettkampf vergoldete der Däne seine Leistung noch mit der Qualifikation für die Europameisterschaften im kroatischen Osijek. „Ich habe es als einziger Junior meines Landes dorthin geschafft. Darauf bin ich schon ein wenig stolz“, räumt der Youngster ein. Zusammen mit drei qualifizierten Juniorinnen und dem dänischen Nationaltrainer flog Matias Ligaard in die viertgrößte Stadt Kroatiens. Hier scheiterte dieser jedoch in der Vorrunde. Ligaard tritt in seiner Heimat für den Verein Trehoje in der Region Mitteljütland an. Einer seiner Klubkollegen ist Niels Overgaard, der bis vor kurzem selbst noch ein Startrecht bei den Sportschützen Bremen hatte und den Kontakt zu den Lesumern vermittelte. „Ich bin hier auch gleich super aufgenommen worden. Meine neuen Teamkollegen sind sehr nett zu mir“, versichert der Däne. Zu einem Wettkampf der Nordbremer legt dieser viele Kilometer zurück. „Ich sitze etwa fünf Stunden für eine Strecke im Auto“, informiert der angehende Student des Elektroingenieurswesens. „Ich möchte mal in der Windenergie und Solar-Branche arbeiten“, lässt der 19-Jährige wissen.
Zwar besitzt Matias Ligaard selbst auch einen Führerschein. Doch weil er sich eine starke Erkältung zugezogen hatte, ließ er sich zum abschließenden Wettkampf in Oldenburg gegen den SV Hahn lieber von seiner Mutter Mai Ligaard fahren. Die Erkrankung behinderte Matias Ligaard beim Wettkampf sehr. „Ich musste immer wieder husten und niesen“, so Ligaard. Dennoch vollzog er die außergewöhnliche Bestleistung. „Wenn ich krank bin, werde ich immer ganz ruhig. Das hat mit geholfen“, erzählt Matias Ligaard. Schon zur Hälfte seines Wettkampfes habe er gespürt, dass es etwas mit dem Rekord werden könnte. Schon eine 100er Serie hätte ihm eine Flasche Sekt beschert. Und dann legte der 19-Jährige gleich drei 100er Serien an den Tag. Aber selbst seine 400 Ringe vermochte die 2:3-Niederlage seines Teams gegen den SV Hahn nicht zu verhindern. „Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mich in meinem Sport und auch ansonsten finanziell so stark unterstützen“, erklärt Matias Ligaard. Niemand sonst in der näheren Familie hat jemals eine Waffe in der Hand gehalten.
„Nur meine Cousine hat mal geschossen, ist aber mittlerweile nicht mehr dabei“, lässt Ligaard wissen. Die Familie ist aber insgesamt sehr sportbegeistert. Matias Ligaard ist auch Fan des AC Mailand in der italienischen Serie A. Selbst spielte er in seiner Kindheit auch Fußball. „Doch weil meine Knochen sehr empfindlich sind, hat mit der Arzt von einem Kontaktsport abgeraten“, sagt Matias Ligaard.
Der Nordeuropäer, der ausgezeichnet englisch spricht, möchte bei den Olympischen Sommerspielen in Australien im Jahre 2032 die Goldmedaille gewinnen. „Das wäre mein Traum“, versichert der 19-Jährige. Dieser hätte auch nichts dagegen, sich bereits für die Olympischen Sommerspiele im Jahre 2028 in Los Angeles zu qualifizieren. „Unsere Planungen gehen aber in Richtung Olympischer Spiele im Jahre 2032“, ergänzt Matias Ligaard, der derzeit genau wie sein Bruder in einem Kindergarten arbeitet, um ein wenig Geld zu verdienen. Im Sommer wird er dann sein Studium in Herning beginnen.
„Wir sind sehr froh, dass wir Matias in unserem Team haben“, betont sein Mannschaftskollege Jens Hinrichs. Ligaard sei bei seinem ersten Start noch ein wenig zurückhaltend gewesen. „Aber schon beim zweiten Start hat man gemerkt, dass er richtig glücklich bei uns ist“, sagt Hinrichs. Matias Ligaard hat den Lesumern auch bereits seine Zusage für die nächste Saison in der Landesverbandsoberliga gegeben. „Ich bin sehr ehrgeizig und möchte dann schon in die 2. Bundesliga aufsteigen“, betont der 19-Jährige. Für ihn war das Liga-Schießen eine ganz neue Erfahrung. „Ich schieße normalerweise 60 statt 40 Schuss und liege bei einer Zehntelringe-Wertung dabei meist bei etwa 620 Ringen. Neu ist es für mich, gegen einen direkten Konkurrenten anzutreten. Das erzeugt einen enormen Druck“, sagt Ligaard. Diesem Druck halte er dank bereits vieler ausgetragener Finalschießen stand. Matias Ligaard schätzt besonders an seinem Sport, dass man sich über einen längeren Zeitraum konstant konzentrieren müsse. „Man muss sich dann auch selbst ehrlich Fehler eingestehen und sich mit diesen auseinandersetzen“, sagt Ligaard.
ZUR SACHE
Rikke Maeng Ibsen als Vorbild
Erst im Alter von 13 Jahren, also vor sechs Jahren, begann Ligaard mit dem Schießsport. „Die meisten gleichaltrigen Kollegen verfügen bereits über eine größere Erfahrung“, verrät der Sportler. Erfahrung sei das A und O im Schießsport. „Und bei den Sportschützen kann ich nun wertvolle Erfahrungen sammeln und mich weiterentwickeln“, versichert Matias Ligaard. Dieser hätte auch nichts dagegen, seinen Sport professionell zu betreiben. „Aber in Dänemark ist das schwierig. Deshalb befinde ich mich auch noch auf der Suche nach Sponsoren“, so Ligaard. In Ländern wie der Schweiz oder Norwegen gebe es auch die Möglichkeit, Gelder vom Verband zu bekommen. Ein großes Vorbild für Matias Ligaard stellt die zweimalige dänische Weltcup-Gewinnerin und Europameisterin aus dem Jahre 2022, Rikke Maeng Ibsen, dar, die genau wie er selbst für Trehoje startet. „Die finde ich schon richtig gut“, so Ligaard. Er selbst verfolgt ein klares Ziel in seiner Karriere. „Ich möchte mich für die Olympischen Sommerspiele im Jahre 2032 in Australien qualifizieren“, sagt Ligaard.
Lesum 29.01.2025. Die Sportschützen Bremen haben zwar am letzten Wettkampftag in der Luftgewehr-Freihand-Landesverbandsoberliga des Nordwestdeutschen Schützenbundes mit 2:3 gegen den SV Hahn den Kürzeren gezogen. Dennoch bleibt den Lesumern eine Abstiegsrelegation erspart. Diese bestreitet nun der SV Bramstedt II als Vorletzter. Der SV Ladekop II steigt als Letzter direkt ab. Neben dem neuen Landesmeister SV Wechloy wird auch der SV Glückauf Middels als Zweiter am Aufstiegswettkampf zur 2. Bundesliga Nord teilnehmen.
Die Sportschützen Bremen hatten das Pech, dass ihr Kontrahent mit insgesamt 1955 Ringen das mit Abstand beste Ergebnis aller Mannschaften hinlegte. Die beiden Spitzenteams lagen auf der Anlage des SV Etzhorn deutlich hinter dem Dritten. Lesums Kapitänin Eyleen Heuwinkel behielt dennoch die Nerven und besiegte ihre Widersacherin Pia Goldmeyer mit 390 Ringen um einen Ring. „Eyleen hatte am Anfang noch Probleme, den Nullpunkt zu finden“, sagte Lesums Jens Hinrichs. Neuzugang Matias Ligaard gelang dann etwas ganz Besonderes im Duell mit Hahns Julia Haß. Der Däne traf bei seinem zweiten Auftritt für die Nordbremer ausschließlich in die Zehn und hatte mit seinem optimalen Ergebnis von 400 Ringen am Ende um sieben Ringe die Nase vorne. „Es gab Standing Ovations auf der Anlage. Das war schon eine beeindruckende Vorstellung“, erklärte Hinrichs. Bereits für die erste 100-Ringe-Serie erhielt Ligaard eine Flasche Sekt. „Es konnte da ja noch keiner ahnen, dass noch drei weitere 100er Serien folgen sollten. Matias war am Ende auch sehr happy über sein Ergebnis“, so Hinrichs. Dabei war der 19-Jährige am Tag zuvor noch krank und ließ sich deshalb auch von seiner Mutter zum Wettkampf nach Oldenburg bringen. „In einer Woche bestreitet Matias die Qualifikation für die Europameisterschaften“, informierte Jens Hinrichs.
Lesums Guido Flierbaum ging mit seinen 380 Ringen nicht an seine Leistungsgrenze, hätte die 393 Ringe von Elisa Bruns aber vermutlich ohnehin nicht gepackt. „Guido spürte noch die harte Gartenarbeit vom Vortag“, berichtete Hinrichs. Kevin Standhartinger blieb mit seinen 378 Ringen zwar ebenfalls hinter seinen Möglichkeiten zurück. Doch auch bei ihm lag die Latte mit den 391 Ringen von Hahns Mirjam Hebels extrem hoch. „Kevin peilt derzeit immer so die 380 Ringe an und war deshalb nicht unzufrieden mit seinem Resultat“, sagte Jens Hinrichs. Er selbst hätte seinen Farben aber als Nummer fünf noch den Sieg bescheren können. „Ich war auch schneller fertig als meine Gegnerin Melina Strüwing und habe sie damit unter Druck gesetzt“, gab Hinrichs zu bedenken. Strüwing schloss auch „nur“ mit einer Neun ab. Doch für ein Stechen hätte es schon eine Acht sein müssen. Dieses verpasste Jens Hinrichs mit seinen 388 Ringen also um einen Ring. „Es war dennoch mein bestes Saisonergebnis. So hätte es ich es mir auch schon am Anfang der Saison gewünscht“, resümierte der 39-Jährige.
INFO
Ergebnisse: SV Etzhorn - SV Wiefelstede 5:0; SV Wechloy - SV Bramstedt 5:0; SV Hahn - Sportschützen Bremen 3:2; SV Ladekop II - SV Glückauf Middels 1:4
Abschlusstabelle: 1. SV Wechloy 23:12 Einzelpunkte/12:2 Mannschaftspunkte; 2. SV Glückauf Middels 21:14/10:4; 3. SV Hahn 21:14/10:4; 4. SV Etzhorn 19:14/8:6; 5. SV Wiefelstede 19:16/6:8; 6. Sportschützen Bremen 18:17/6:8; 7. SV Bramstedt II 10:25/4:10; 8. SV Ladekop II 7:28/0:14
Lesum 15.01.2025. Die Sportschützen Bremen haben bereits am dritten Wettkampftag in der Luftgewehr-Freihand-Landesverbandsoberliga den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht. Dabei unterlagen die Lesumer auf der Anlage des SV Wechloy zunächst unglücklich dem SV Wiefelstede mit 2:3, ehe sie den bisherigen Spitzenreiter SV Glückauf Middels mit 3:2 in die Knie zwangen. Der SV Ladekop II steht nach zwei Niederlagen als Absteiger fest.
SV Wiefelstede – Sportschützen Bremen 3:2: „Ich hatte eher mit einem Sieg über Wiefelstede als mit einem über den SV Glück auf Middels gerechnet“, räumte Sportschütze Jens Hinrichs ein. Wegen ihrer Spitzenergebnisse vom vorherigen Wettkampftag rückte Eyleen Heuwinkel auf Platz eins bei den Nordbremern hoch. Mit 395 Ringen verwies die Mannschaftsführerin Isabell de Vries um vier Ringe in die Schranken. „Eyleen befand sich in Bestform“, frohlockte Hinrichs. Dean Uljee behielt mit seinen 394 Ringen zudem klar die Oberhand über Wiefelstedes Malihe Gholami. „Bei Dean hatte sich ein solches Ergebnis bereits im Training angedeutet“, sagte Jens Hinrichs. Lesums Guido Flierbaum enttäuschte mit seinen 384 Ringen keinesfalls, musste sich aber dennoch Rene Wempen um drei Ringe geschlagen geben. „An diesem Tag war Rene einfach zu stark“, urteilte Hinrichs. Kevin Standhartinger blieb bei seiner 379:384-Niederlage gegen Wiefelstedes Annika Kruse hinter seinen Möglichkeiten zurück. „Aber irgendwann muss Kevins fehlendes Training ja auch Einfluss auf seine Ergebnisse haben“, gab Jens Hinrichs zu bedenken.
Also hing alles am Duell von Jens Hinrichs gegen Selina Venekamp. „Ich war der Letzte auf dem Stand“, informierte Hinrichs. Er sei zwar mit seiner Technik einverstanden gewesen. „Dennoch habe ich zu selten genau in die Mitte getroffen“, so der Routinier. Immer wieder verließ Hinrichs den Stand, um sich neu zu sortieren. Mit einer 97er Serie im dritten Satz machte er auch Boden auf Venekamp gut. „Doch dann wollten die Zehner wieder nicht fallen“, bedauerte Jens Hinrichs. Im letzten Schuss benötigte er eine Zehn für ein Stechen. Doch nach einer Neun und insgesamt 380 Ringen stand die Niederlage bereits fest.
SV Glückauf Middels - Sportschützen Bremen 2:3: Eyleen Heuwinkel und Dean Uljee waren mit ihren 394 beziehungsweise sogar 396 Ringen wieder eine Bank. „Die beiden waren schon bärenstark“, stellte Jens Hinrichs fest. Während Uljee somit gegen Carmen Hartmann (379) klar als Sieger vom Stand ging, so hielt die Kapitänin ihre Kontrahentin Ulrike Budde nur um einen Ring auf Distanz. Middels war aber in der Mitte mit Marvin Conrads und Anika Budde besonders stark aufgestellt. Conrads besiegte mit seinen 390 Ringen Guido Flierbaum, der sich mit 381 Ringen begnügen musste. „Da war für Guido nichts zu machen“, fand Hinrichs. Anika Budde schockte Kevin Standhartinger sogar mit 392 Ringen an Position vier. „Dass Middels an diesen Positionen mit derart guten Resultaten aufwartete, zeigt, wie stark das Team ist“, erklärte Jens Hinrichs. Standhartinger war mit seinen 377 Ringen nicht konkurrenzfähig. „Die 392 Ringe von Anika Budde wären für ihn aber ohnehin nicht machbar gewesen“, so Hinrichs.
Folglich entschied wieder das Duell mit Beteiligung von Jens Hinrichs über Sieg und Niederlage. Hinrichs verfolgte diesmal eine andere Taktik. „Unser Vorsitzender Andreas Brenneke hatte mir dazu geraten, schneller zu schießen“, berichtete Jens Hinrichs. Mit seinen 375 Ringen verschlechterte sich dieser zwar um fünf Ringe gegenüber dem ersten Wettkampf und beendete diesen auch mit einer schwachen Acht, setzte seinen hinterhereilenden Widersacher Mirko Wento aber dennoch unter Druck. Wento hätte mit einer Zehn den Gesamtsieg perfekt machen können und mit einer Neun ein Stechen erreicht. Doch mit einer Acht zog er den Kürzeren. „Somit sind wir nach unten abgesichert“, atmete Jens Hinrichs auf.
INFO
3. Wettkampftag: SV Hahn - SV Etzhorn 3:2; SV Bramstedt - SV Ladekop II 3:2; SV Etzhorn - SV Bramstedt 3:2; SV Hahn - SV Ladekop II 4:1; SV Wechloy - SV Glückauf Middels 3:2; SV Wiefelstede - Sportschützen Bremen 3:2; SV Glückauf Middels - Sportschützen Bremen 2:3; SV Wechloy - SV Wiefelstede 3:2
Tabelle: 1. SV Wechloy 18:12 Einzelpunkte/ 10:2 Mannschaftspunkte; 2. SV Hahn 18:12/8:4; 3. SV Glückauf Middels 17:13/8:4; 4. SV Wiefelstede 19:11/6:6; 5. Sportschützen Bremen 16:14/6:6; 6. SV Etzhorn 16:14/6:6; 7. SV Bramstedt II 10:20/4:8; 8. SV Ladekop II 6:24/0:12
Lesum. Ein Niveau wie in der Bundesliga hat am ersten Wettkampftag in der Luftgewehr (LG)-Landesverbandsoberliga des Nordwestdeutschen Schützenbundes geherrscht. Mitten drin befanden sich die Sportschützen Bremen, die den SV Ladekop II mit 4:1 besiegten und mit 2:3 das Nachsehen gegen den gastgebenden SV Bramstedt II hatten.
Sportschützen Bremen – SV Ladekop II 4:1: Der Neuzugang der Lesumer, Dean Uljee, hatte einen Tag zuvor noch einen Wettkampf in seiner niederländischen Heimat bestritten und verpasste somit das Team-Event am Vortag. „Dafür hat er es aber mit seinen 394 Ringen gut gemacht, auch wenn er damit nicht ganz zufrieden war“, erklärte Sportschütze Jens Hinrichs. Damit ergatterte dieser aber ebenso wie seine Teamkollegin Eyleen Heuwinkel mit ihren 391 Ringen seinen Einzelzähler. „Bei Eyleen hat alles geklappt, was sie sich vorher vorgenommen hatte“, versicherte Hinrichs.
Guido Flierbaum holte zwar auch mit seinen 383 Ringen seinen Einzelpunkt für die Nordbremer, schöpfte aber nicht sein volles Potenzial aus. „Unser Kevin Standhartinger hatte eine längere Pause eingelegt und durfte deshalb mit seinen 381 Ringen durchaus zufrieden sein“, sagte Jens Hinrichs. Wenn sein Kontrahent Ole Prigge mit seinen 390 Ringen an Position vier nicht so stark gewesen wäre, hätte es auch zu einem Einzelpunkt reichen können.
Jens Hinrichs machte mit seinen 380 Ringen den relativ glatten Teamsieg perfekt. „Im Training schieße ich aber mehr. Ich habe mich zu sehr auf meinen Gegner fokussiert, der nach der ersten Serie zehn Ringe weniger als ich aufwies“, teilte Hinrichs mit. Dies habe zu einem Einbruch in der zweiten Serie von nur noch 92 Ringen geführt. „Ich habe in dieser Serie überall hingeschossen, nur nicht dahin, wohin ich wollte“, so Hinrichs. Er habe sich dann jedoch zusammengerissen und noch recht locker seinen Einzelzähler verzeichnet.
SV Bramstedt II – Sportschützen Bremen 3:2: Die Gastgeber wurden während des Probeschießens auf einen Aufstellungsfehler in ihrem ersten Duell hingewiesen. Da Volker Vogelsang den geringfügig besseren Schnitt in der Vorsaison als Finja Kunst zu bieten hatte, hätte dieser im ersten Match gegen den SV Wiefelstede anstelle von Kunst an Position zwei antreten müssen.
„Die Bramstedter wollten auch gegen uns in der falschen Aufstellung auflaufen, stellten dann aber nach der Probe noch um“, berichtete Jens Hinrichs. Dies sei früher so nicht erlaubt gewesen. Nach alter Regel hätten die Bramstedter von vornherein verloren gehabt. Beim Gast ersetzte der Däne Matias Ligaard den Niederländer Dean Uljee. Der 19-Jährige setzte sich trotz starker 393 Ringe gerade einmal mit einem Ring durch. „Matias schießt aber sonst höhere Ergebnisse“, informierte Jens Hinrichs.
Eyleen Heuwinkel steigerte sich noch einmal um zwei Ringe und besiegte deshalb Volker Vogelsang an zweiter Stelle. In einer guten Tagesform hätte Guido Flierbaum auch die 385 Ringe von Finja Kunst packen können. Flierbaum blieb aber mit seinen 382 Ringen erneut hinter den eigenen Erwartungen zurück. Dasselbe Resultat verbuchte Kevin Standhartinger, der damit um einen Ring den Kürzeren zog. „Kevin kann sicherlich Ergebnisse in Richtung der 390 Ringe erzielen. Aber dafür, dass er das Gewehr lange nicht angefasst hatte, war es in Ordnung“, urteilte Hinrichs. Er selbst ärgerte sich über seine nur 376 Ringe. „Ich habe immer nach dem Fehler gesucht, ihn aber nicht gefunden. Viele gute Neuner nützten mir am Ende nichts“, gab Jens Hinrichs zu bedenken.
INFO
Landesverbandsoberliga: SV Glückauf Middels - SV Hahn 3:2, SV Etzhorn - SV Wechloy 3:2 SV Wechloy - SV Hahn 3:2, SV Glückauf Middels - SV Etzhorn, SV Bramstedt II - SV Wiefelstede 0:5, SV Ladekop II - SV Wiefelstede 0:5
Sportschützen Bremen - SV Ladekop II 4:1: Dean Uljee - Julian Stoll 394:387; Eyleen Heuwinkel – Holger Anderssohn 391:388; Guido Flierbaum - Maira Hauschild 383:376; Kevin Standhartinger – Ole Prigge 381:390; Jens Hinrichs – Klaus Vieweger 380:368SV Bramstedt II - Sportschützen Bremen 3:2: Jonas Cohrs – Matias Ligaard 392:393; Volker Vogelsang – Eyleen Heuwinkel 391:393; Finja Kunst – Guido Flierbaum 385:382; Lisa Pohler – Kevin Standhartinger 383:382; Zoe Cordes – Jens Hinrichs 387: 376Tabelle: 1. SV Wiefelstede 10:0 Einzelpunkte/4:0 Mannschaftspunkte: 2. SV Glückauf Middels 6:4; 3. Sportschützen Bremen 6:4/2:2; 4. SV Etzhorn 5:5/2:2; 5. SV Wechloy 5:5/2:2; 6. SV Bramstedt II 3:7/2:2; 7. SV Hahn 4:6/0:4; 8. SV Ladekop II 1:9/0:4
Bremen-Nord/Schwanewede. Einige wenige Aktive aus der Region gehen von diesem Donnerstag an bei den Deutschen Meisterschaften im Schießsport in München-Hochbrück an den Start. Dazu zählt auch Sabine Brunstein vom Blumenthaler SV beziehungsweise von den Sportschützen Bremen. Brunstein startet am Montag, 26. August, bereits um 8.15 Uhr im Kleinkaliber-Liegend-Wettkampf der Damen III. Dazu gesellt sich am 31. August noch ein Start im 300-Meter-Großkaliber-Liegend-Wettbewerb der Herren/Damen I.
Ebenfalls am Montag um 8.15 Uhr kämpft Anja Klaps vom SV Schwanewede um eine vordere Platzierung im Kleinkaliber-Liegend-Wettkampf der Damen III. Ihr Klubkollege Volker Wallrabe tritt bereits am Tag zuvor ebenso im KK-Liegend-Wettkampf an. Dieser gehört dabei zur Konkurrenz der Herren II. Zudem läuft Wallrabe am 31. August an der Seite von Sabine Brunstein im 300-Meter-Großkaliber-Liegend-Wettbewerb der Herren/Damen I auf. Das Team komplettiert an diesem Tage Schwanewedes Michael Junker. Guido Flierbaum von den Sportschützen Bremen will sich am Sonnabend, 24. August, im Luftgewehr-Freihand-Wettkampf der Herren II treffsicher präsentieren. Begleitet wird Flierbaum von seinem Vereinskameraden Marvin Giegling bei den Herren I. Giegling ist aber auch noch als Vertreter anderer Vereine in fünf weiteren Disziplinen vertreten. Die nationalen Titelkämpfe enden am Sonntag, 1. September.
Lesum. Guido Flierbaum von den Sportschützen Bremen aus Lesum hat bei den Deutschen Meisterschaften in München-Hochbrück einen fabelhaften fünften Platz errungen. Im Luftgewehr-Freihand-Wettbewerb der Herren II erzielte der 41-Jährige 612,7 Ringe und schrammte damit nur um 2,2 Ringe am Sprung auf das Siegertreppchen vorbei.
„Ich bin aber ganz froh, dass der Abstand nicht noch geringer ist, damit ich mich nicht ärgern muss und ich darüber nachdenke, was gewesen wäre, wenn ich noch ein wenig besser geschossen hätte“, erklärte das langjährige Mitglied der Liga-Mannschaft der Sportschützen, die von November an um die Rückkehr in die 2. Bundesliga Nord kämpfen wird. Nach einem ordentlichen Auftakt mit 102,5 Ringen verbaute sich Flierbaum auch mit einer Serie von nur 100,7 Ringen ein wenig den Weg zu einer möglichen Medaille. „Ich hatte leider den einen oder anderen Ausreißer dabei“, bedauerte der Nordbremer. Aber immerhin vier der sechs Serien lagen über 102 Ringen mit zahlreichen guten Zehnen. Christian Brenneisen vom KK-Schützenverein Reihen holte mit 616,9 Ringen am Ende den Titel. Guido Flierbaum war gerade zwei Jahre mit einem Hausbau beschäftigt und trug bereits Gedanken ans Aufhören in sich. „Es fiel mir sehr schwer, wieder ins Training einzusteigen“, räumte der Kraftwerker ein, der im Leitstand als Schichtspringer des Müllheizkraftwerks der swb in Bremen-Findorff arbeitet.
Vor den nationalen Titelkämpfen wollte es das Gründungsmitglied der Sportschützen Bremen, das dementsprechend bereits seit 15 Jahren diesem Verein angehört, aber noch einmal wissen. „Ich habe viel im Landesleistungszentrum in Bassum trainiert und mir auch Tipps und Ratschläge von Landestrainer Marcus Hemmelskamp geholt“, verriet Flierbaum. Hemmelskamp habe Hinweise darauf gegeben, wie er seine Nervosität bei solchen Meisterschaften besser in den Griff bekomme. „Das war sehr hilfreich für mich“, versicherte der 41-Jährige. Dieser denke nun nicht mehr ans Karriereende. „Meine gute Leistung bei der DM motiviert mich“, so Guido Flierbaum. Flierbaum reiste zur DM mit seinen Klubkollegen Marvin Giegling und Jens Hinrichs an, die mit 620,9 beziehungsweise 602,1 Ringen auf den Plätzen 21 und 113 bei den Herren I den Einzug ins Finale der besten acht Schützen verpassten. Hier siegte Maximilian Ulbrich von der Königlichen privaten FSG Der Bund Allach mit 631,8 Ringen in der Qualifikation und 253,5 Ringen im Finale. Bei den Herren II wurde kein Finale ausgeschossen. In der Teamwertung verbuchten die Sportschützen Rang 17 beim Triumph der Kgl. priv. FSG Der Bund Allach.
Lesum. Die Sportschützen Bremen kämpfen an diesem Sonntag am Bundesstützpunkt für das Sportschießen in Hannover von 10.40 Uhr an um die Rückkehr in die 2. Luftgewehr-Freihand-Bundesliga Nord. „Die Mannschaft möchte auch auf jeden Fall aufsteigen“, versichert der Sportschützen-Vorsitzende Andreas Brenneke. Mit dabei sein wird mit Nicklas Kildehoj auch einer der beiden dänischen Auswahlschützen.
„Nicklas wird am Sonnabend noch bei einer dänischen Meisterschaft starten. Dann geht es zusammen mit seinen Eltern Richtung Hannover, wo sie gegen Mitternacht im Hotel einchecken werden“, informiert Brenneke. Neben Kildehoj werden auch Eyleen Heuwinkel, Kevin Standhartinger, Jens Hinrichs und Philipp Schnelle für das Team antreten – fehlen wird Neuzugang Marcel Hollwedel. „Marcel kann leider nicht dabei sein, da er noch seinen Kniescheibenbruch auskuriert“, erklärt Andreas Brenneke.
Am Tag vor dem Wettkampf werden einige Lesumer noch eine Trainingseinheit absolvieren. „Und Sonntag geht es dann in zwei Durchgängen um die Wurst. Unsere Mannschaft startet im zweiten und vorletzten Durchgang“, teilt Brenneke mit. Er drücke die Daumen, könne das Team aber nicht vor Ort unterstützen, weil er beruflich verhindert ist.
Die Nordbremer setzen sich in Hannover mit dem Ligarivalen und Meister aus der Landesverbandsoberliga des Nordwestdeutschen Schützenbundes, SV Wiefelstede, dem SV Rahlstedt und dem SV Neuenfelde aus Hamburg, SV Hademsdorf und SV Telgte sowie dem SV Norderbrarup auseinander – Neuenfelde kämpft dabei um den Klassenerhalt.
Mit 4 Teampunkten ist wieder alles offen für den Aufstieg
Tabelle Landesverbandsoberliga NWDSB 2022/23
Pl. Mannschaft
1 SV Wiefelstede 23 : 12 10 : 4
2 SV Ladekop II 21 : 14 10 : 4
3 Sp.Sch. Bremen 19 : 16 10 : 4
4 SV Hahn 23 : 12 8 : 6
5 SV Etzhorn 20 : 15 8 : 6
6 SV Neuenlandermoor 19 : 16 8 : 6
7 SV Rhadereistedt 8 : 27 2 : 12
8 SV Stoppelmarkt 7 : 28 0 : 14
Konzentration, Körperwahrnehmung, Ausdauer, innere Ruhe und Feinmotorik sind die Schlüssel für den sportlichen Erfolg beim Sportschießen.
Sportschießen erfordert ein regelmäßiges, intensives Training unter idealen Bedingungen für die Schützen.
Wir als Sportschützen Bremen haben unser 2011 ausgerufenes Ziel: "Aufstieg in die Bundesliga", erreicht. Unsere "Schaafschützen" (erste Mannschaft) sicherten sich in der zweiten Bundesliga Nord den zweiten Tabellenplatz und qualifizierten sich zum Aufstiegsschießen zur ersten Bundesliga Nord. Die "Shooting Devils" (zweite Mannschaft) schießt in der Bezirksliga Bremen und sicherte sich in dieser Saison den zweiten Platz.
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2. Bundesliga Nord Saison 2021/22 Setzliste
| Platz | Verein | Einzelpunkte | Mannschaftspunkte |
| 1 | SV Bramstedt | 23 : 12 | 12 : 02 |
| 2 | SB Freiheit II | 22 : 13 | 10 : 04 |
| 3 | SV Stuhr v. 1912 | 21 : 14 | 08 : 06 |
| 4 | BSG Braunschweig II | 18 : 17 | 08 : 06 |
| 5 | SSV Kassau | 14 : 21 | 06 : 08 |
| 6 | SV Olympia 72 Börm/Dörpstedt | 13 : 22 | 06 : 08 |
| 7 | SpSch. Bremen | 16 : 19 | 04 : 10 |
| 8 | KKS Nordstemmen I | 13 : 19 | 02 : 12 |
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