Zweitliga-Aufstieg verpasst
Sportschützen Bremen geben Acht-Ringe-Vorsprung gegen SV Hademstorf noch aus der Hand
Matias Ligaard erfüllte die eigenen Erwartungen im Aufstiegskampf der Sportschützen Bremen nicht.
Lesum 24.02.2026. Die Sportschützen Bremen haben den Aufstieg in die 2. Luftgewehr-Freihand-Bundesliga Nord nur ganz knapp verpasst. Die Lesumer waren auf der Bundesstützpunkt-Anlage in Hannover mit einem Vorsprung von acht Ringen auf den SV Hademstorf in den zweiten Durchgang gegangen. Doch dann zog der Vertreter des Niedersächsischen Schützenverbandes mit insgesamt 3890 Ringen doch noch um fünf Ringe an den Nordbremern vorbei.
Somit steigt Hademstorf auf, während Tagessieger SSV Kassau, der es auf 3897 Ringe brachte, die Klasse hält. "Es gab bei Hademstorf Riesenjubel, während bei uns große Enttäuschung herrschte", ließ Sportschützen-Sportleiter Jens Hinrichs wissen. Da es am Ende so knapp war, sei es umso härter gewesen, den Nicht-Aufstieg zu akzeptieren. "Ich habe die Mannschaft aber dennoch hinterher noch einmal zusammengeholt, um einen Kreis zu bilden", so Hinrichs. Es gehe nun darum, wieder aufzustehen, die Krone zu richten und weiterzumachen.
Jens Hinrichs selbst wuchs mit Durchgängen von 390 und sogar 393 Ringen ein wenig über sich hinaus. "Ich habe damit meine Saisonbestleistung abgeliefert. Darüber freuen kann ich mich aber trotzdem nicht. Es handelt sich hier eben um einen Mannschaftssport", erklärte Jens Hinrichs. In seinem zweiten Durchgang ließ er einer optimalen 100er-Serie eine Serie mit 99 Ringen folgen. "Ich habe erst im 17. Schuss meine erste Neun geschossen", berichtete der 40-Jährige. Eyleen Heuwinkel wartete mit zweimal 391 Ringen auf. "Das war sicherlich nicht schlecht. Dennoch wären wie bei mir selbst auch bestimmt noch zwei Ringe mehr drin gewesen", sagte Jens Hinrichs. Dean Uljee bestritt den ersten Durchgang und verzeichnete dabei gute 396 Ringe.
Im zweiten Durchgang löste der Däne Matias Ligaard den Niederländer Uljee ab und erfüllte mit 390 Ringen nicht ganz die Erwartungen. "Matias war mit seinem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden", stellte Hinrichs fest. Jens Hinrichs weigerte sich jedoch, dem Dänen die Hauptschuld am verpassten Aufstieg zu geben: "Wir hätten alle bessere Ergebnisse erzielen können." Damit schloss er sich selbst ein, da er bei seinen bärenstarken 393 Ringen im zweiten Durchgang in der dritten Serie eine Acht fabrizierte. Kevin Standhartinger kam genau wie Matias Ligaard nicht an seine Bestleistung beim Meister der Landesverbandsoberliga des Nordwestdeutschen Schützenbundes heran. Nach 381 Ringen im ersten Durchgang verbuchte Standhartinger nur noch 378 Ringe. Normal sind für diesen aber eher Ergebnisse von Mitte 380 Ringen. "Bei Kevin werden mit weniger werdendem Training auch die Ergebnisse immer geringer", erklärte Hinrichs.
Verlass war auf Lesums Guido Flierbaum. Dieser ließ 389 Ringen im ersten Durchgang 386 Ringe im zweiten Schießen folgen. Nur in der letzten Serie des zweiten Durchgangs verließen Flierbaum ein wenig die Kräfte und die Konzentration. Hier baute er mit nur noch 93 Ringen ab. In den vorausgegangenen sieben Serien war Guido Flierbaum nie unter 96 Ringe geblieben. Während die Nordbremer sich im zweiten Durchgang somit um insgesamt neun Ringe im Vergleich zum ersten Durchgang verschlechterten, steigerte sich der nach dem ersten Durchgang noch drittplatzierte SV Hademstorf um zwölf Ringe. Dabei gelang Hannah Anastasiadäs eine wahre Leistungsexplosion im zweiten Durchgang, sie verbesserte sich gleich um 13 Ringe.
Der SSV Kassau gab sich an der Spitze keine Blöße mehr und schaffte somit den Klassenverbleib. "Schlimmer wäre es gewesen, wenn wir unser Geld mit diesem Sport verdienen würden. Aber auch wenn es nur ein Hobby ist, tut der verpasste Aufstieg dennoch weh", räumte Jens Hinrichs ein. Die Sportschützen befänden sich aber in guten Gesprächen mit Neuzugängen. "Ich bin auch recht zuversichtlich, dass diese in der nächsten Saison auch für uns auflaufen werden, obwohl wir nicht in der 2. Bundesliga antreten", betonte Jens Hinrichs.
