Jens Hinrichs und Guido Flierbaum lassen aufhorchen
Lesumer Sportschützen verpassen nur knapp den in Bassum ausgeschossenen Luftgewehr-Freihand-Landesmeistertitel
Jens Hinrichs von der Sportschützen Bremen aus Lesum landete bei der Landesverbandsmeisterschaften im Luftgewehr-Freihand-Wettbewerb in der Herren-II-Konkurrenz Zweiter.
Bremen-Nord/Meyenburg. Jens Hinrichs und Guido Flierbaum von den Sportschützen Bremen haben zum Auftakt der Landesverbandsmeisterschaften des Nordwestdeutschen Schützenbundes für Furore gesorgt. Im Luftgewehr-Freihand-Wettbewerb mussten sich die beiden Lesumer im Landesleistungszentrum in Bassum im Feld der Herren II mit 408 beziehungsweise 407,5 Ringen nur Tim Juschkat vom SV Dibbersen-Donnerstedt-Horstedt um 2 beziehungsweise 2,5 Ringe geschlagen geben.
Guido Flierbaum hatte dabei sogar nach drei von vier Serien noch auf Goldkurs gelegen. Doch mit nur noch 98,6 Ringen in der abschließenden Serie fiel der Nordbremer noch auf die dritte Position zurück. "In der vierten Serie hat sich bei mir das fehlende Training bemerkbar gemacht. Weil ich besser als erwartet war, schoss bei mir das Adrenalin hoch, sodass mein Herz schneller schlug", berichtete Guido Flierbaum. Dadurch sei er immer mehr ins Wanken geraten und habe deshalb öfter das Gewehr absetzen müssen. "Das hat dann zusätzliche Energie gekostet", gab der 43-Jährige zu bedenken. Jens Hinrichs zog dank seiner bärenstarken 103,4 Ringe in der vierten Serie noch an seinem Klubkollegen vorbei. Dennoch kam er nicht mehr ganz an Tim Juschkat heran. "Ich bin aber enttäuscht, da ich mir 103 Ringe für jede Serie vorgenommen hatte. Der Titel wäre also für mich möglich gewesen", sagte Jens Hinrichs. Der 40-Jährige dürfte sich aber ebenso wie Guido Flierbaum für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert haben.
Im hochklassig besetzten LG-Mix-Team-Wettbewerb belegte Guido Flierbaum an der Seite seiner Vereinskameradin Eyleen Heuwinkel mit 611,8 Ringen den zehnten Platz. Eyleen Heuwinkel erreichte dabei mit 310,2 Ringen das drittbeste Einzelergebnis aller Teilnehmenden. "Ich bin dagegen etwas eingebrochen", bedauerte Guido Flierbaum. Hier siegten Volker Vogelsang und Annika Neumann vom SV Bramstedt mit 618,8 Ringen.
Im Luftpistolen-Freihand-Wettbewerb ergatterte Georg Veltl vom Vegesacker SV die Silbermedaille. Bei den Herren V musste er sich mit seinen 341 Ringen nur Johann Weber vom SV Schirumer Leegmoor um 13 Ringe beugen. "Mein Platz ist gut, aber das geschossene Ergebnis leider nicht", stellte Georg Veltl fest. Max Reisky von der Farger Schützengesellschaft beanspruchte mit 346 Ringen den 32. Platz im Klassement der Herren I. In diesem Wettbewerb lag Dennis Grünhoff (SV Schirumer Leegmoor) mit 375 Ringen vorn. Bei den Damen II reihte sich Ina Neukirch vom Meyenburger SV mit 333 Ringen auf Position zwölf beim Triumph von Karen Setje-Eilers vom SV Ocholt-Howiek (358) ein. Im LP-Mehrkampf kam Georg Veltl mit 351 Ringen auf Rang sieben.
"Beim abschließenden LP-Standard-Wettbewerb, meinem dritten Wettkampf des Tages, der über die volle Distanz von 40 Schüssen ging, waren am Ende die Konzentration und teilweise auch die Kraft nicht mehr vorhanden, um noch auf gute Ergebnisse zu kommen", bedauerte Georg Veltl. Dieser musste sich folglich mit 333 Ringen und Platz neun begnügen. Die letzten 20 Schuss, die auch noch im 20-Sekunden-Takt abgefeuert wurden, ließen Richtung und Tendenz auf der Scheibe vermissen. "Die Pistole wurde am Ende immer schwerer", so Veltl. In diesem Wettbewerb der Herren I trug Rainer Martin Barden vom SV Bassum mit 361 Ringen den Sieg davon. Für die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften wird wohl keines von Veltls Ergebnissen reichen. "Der Bezirk Osterholz war bei den Wettbewerben leider nur mit einer Minimalmannschaft am Start. Das Freihand-Schießen ist im Bezirk Osterholz nicht mehr sehr populär", erklärte Georg Veltl, der Presse-Referent des Bezirks.
