Mit drei Neuzugängen zum erhofften Aufstieg
Sportschützen Bremen wollen wieder ganz oben in der LG-Freihand-Landesverbandsoberliga angreifen
Eyleen Heuwinkel startet für die Sportschützen Bremen am Sonntag mit einem Schnitt von 392,86 Ringen aus der Vorsaison als Nummer eins in die Serie.
Lesum. Mit frischen Kräften gehen die Sportschützen Bremen das Ziel Rückkehr in die 2. Luftgewehr (LG)-Freihand-Bundesliga Nord an. Mit Björn Lünemann, Melanie Hemmelkamp sowie Rückkehrer Philipp Schnelle vermochten die Lesumer vor dem Saisonstart an diesem Sonntag gleich drei neue Aktive für den Kampf um die Spitzenplätze in der Landesverbandsoberliga zu gewinnen.
„Wir sind jetzt personell breiter aufgestellt und können dadurch Ausfälle besser kompensieren“, sagte Lesums Kapitän Jens Hinrichs. Der Kader besteht nun aus neun Schützen, fünf werden für einen Wettkampf benötigt. Bislang musste meist Ruben Lietzau einspringen, wenn jemand nicht zur Verfügung stand. Der hatte mit einem Schnitt von 354 Ringen aber keine Chance auf einen Einzelzähler. Diese Zeiten sollen nun vor allem dank Björn Lünemann vorbei sein. Dieser schloss sich vom Ligarivalen SV Hahn den Nordbremern an und startet mit einem sehr ordentlichen Schnitt von 384,80 Ringen aus der vergangenen Saison in die neue Serie. „Das ist ein guter Tausch mit Ruben Lietzau“, findet Hinrichs.
Lietzau soll ebenso wie Philipp Schnelle, geborener Koschinsky, nur noch im Notfall aushelfen. Wohl erst mal keine Kandidatin für die ersten fünf ist Melanie Hemmelkamp. Die Ehefrau von Landestrainer Marcus Hemmelkamp gehört zur Trainingsgruppe von Jens Hinrichs im Landesleistungszentrum in Bassum. „Melanie will es noch einmal wissen“, erklärt der Familienvater. Nicht mehr dabei ist hingegen Dean Uljee. Der Niederländer schloss sich dem Erstligisten SB Freiheit an und bekam zum Saisonauftakt gleich mal zu spüren, dass dort ein anderer Wind herrscht.
„Seine beiden Gegner erzielten jeweils die vollen 400 Ringe“, teilt Jens Hinrichs mit. Somit muss sich Uljee aber auch nicht mehr mit Matias Ligaard um den einzigen freien Platz als Ausländer bei den Sportschützen streiten.
Der Däne ist nun gesetzt und wird sich mit Eyleen Heuwinkel um die erste Position im Team streiten.
Weil Heuwinkel mit einem Schnitt von 392,86 Ringen aus der Vorsaison derzeit um 0,19 Ringe vor Ligaard liegt, wird Eyleen Heuwinkel am Sonntag als Nummer eins in die Duelle mit dem SV Aurich-Oldendorf und der Schützengemeinschaft (SSGem) Lähden gehen. Beim ersten Gegner SV Aurich-Oldendorf handelt es sich um einen Lucky Loser. Der Klub wäre eigentlich aus der Landesverbandsoberliga abgestiegen, blieb aber durch den Rückzug des SV Etzhorn dennoch in der Liga. „Für uns wird es einfacher sein, Aurich-Oldendorf zu bezwingen als Etzhorn“, räumt Hinrichs ein.
Nur allzu gerne hätten die Lesumer Jara Hasselder vom SV Etzhorn abgeworben. „Jara hat sich aber leider für den SV Glück auf Middel[s] entschieden, weil die wohl etwas eher bei ihr angefragt hatten“, informiert der 40-Jährige. Hasselder hätte den Sportschützen mit ihrem Schnitt von 388,25 Ringen ansonsten gut zu Gesicht gestanden. Einen solchen Schnitt hätte auch Jens Hinrichs gerne, der mit seinen 385,86 Ringen an Nummer drei bei den Nordbremern gesetzt ist. Ihm folgen Björn Lünemann und Kevin Standhartinger mit einem fast so guten Schnitt. Aber auch Guido Flierbaum steht diesem Trio mit seinen 380,60 Ringen im Schnitt der Vorsaison in kaum etwas nach.
Beim ersten Kontrahenten SV Aurich-Oldendorf steht mit Ilona Peters gerade einmal eine Schützin im Kader, die einen Schnitt von mehr als 380 Ringen vorzuweisen hat. Deshalb sind die Sportschützen auch klarer Favorit im ersten Duell. Die SSGem Lähden befindet sich dagegen auf Augenhöhe mit Eyleen Heuwinkel und Co. „Wir sind guter Dinge, dass wir wieder ganz oben mitmischen können“, sagt Jens Hinrichs. In der vergangenen Saison verpasste sein Team den Aufstieg nach dem Titelgewinn nur um Haaresbreite in der Relegation.
